Das Haar wächst sehr schnell (1 cm pro Monat, d.h. 12 cm pro Jahr). Der natürliche Mechanismus unseres Körpers führt dazu, dass das Haar nach 3 bis 5 Jahren ausfällt. An der Stelle, an der das Haar ausfällt (der Haarwurzel), wächst nach einer kurzen Ruhephase ein neues Haar. Dieser Vorgang ist bekannt als « Haarlebenszyklus ».
Wenn Haar und Kopfhaut gesund sind, ist ein Verlust von etwa 50-100 Haaren pro Tag normal - der tägliche Haarverlust wird durch gleichzeitiges Haarwachstum kompensiert.
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Der Haarlebenszyklus besteht aus 3 Phasen:
- Die Wachstumsphase (anagene Phase): in dieser Phase findet eine intensive Zellproduktion statt, das Haar wächst. Diese Phase dauert etwa 4-5 Jahre.
- Die Übergangsphase (katagene Phase): die Zellproduktion ist beendet, das Haar wächst nicht weiter. Diese Phase dauert ungefähr 3 Wochen..
- Die Ruhephase (telogene Phase): Diese Phase dauert 2 bis 4 Monate. In dieser Phase fällt das Haar aktiv (wird durch nachwachsendes Haar rausgeschoben) oder passiv (z.B. durch Kämmen oder Haarewaschen) aus und die Haarwurzel bereitet eine neue Wachstumsphase vor.
- Es folgt eine neue Wachstumsphase. Diese Erneuerung aus einer Haarwurzel erfolgt etwa 25 Mal im Laufe eines Lebens.
Gesundes Kopfhaar besteht zu 85% aus Haaren in der Wachstumsphase und zu 15% aus Haaren in der Ruhephase.
Die Lebenszyklen der Haare sind voneinander unabhängig. Obwohl immer wieder neue Haare in die Ruhephase eintreten, befindet sich auf der Kopfhaut das ganze Jahr über dieselbe Dichte und Anzahl an Haaren, da auch immer wieder neue Wachstumsphasen beginnen.
Die Erneuerung aus einer Haarwurzel erfolgt etwa 25 Mal im Laufe eines Lebens - dies ist unser «Haarkapital».
Mit 25 Zyklen, die 3 bis 5 Jahre andauern, würde unser Kopfhaar für etwa 100 Lebensjahre ausreichen. Manchmal kommt es jedoch vor, dass sich die Haarlebenszyklen verkürzen. Insbesondere eine Verkürzung der Wachstumsphase ist von großem Nachteil für das Haarkapital: Haarausfall findet statt.
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